Margot Pfeiffer (Polizeihauptkommissarin) ist seit 34 Jahren in verschiedenen Funktionen an der Davidwache tätig. Seit 2003 ist sie in dem Revier der Davidwache als bürgernahe Beamtin „BüNaBe“ im Einsatz.

Sie hat die Wiederbelebung der Reeperbahn von der harten Rotlichtmeile bis hin zum Ausgehviertel hautnah mitbekommen. Die Jungs von der GmbH und der Nutella Bande sind für sie keine Figuren aus einem Kiezcomic, sondern Personen, die sie noch in Aktion erlebt hat. Sie kennt den Glanz der Reeperbahn aber auch die Schattenseiten, die Tragödien und die schweren Schicksale.

Frau Pfeiffer versteht die Menschen hier auf dem Kiez, sie kennt die Geschichten hinter den Fassaden der Reeperbahn. Sie kann herzlich lachen und auch deutliche Worte sprechen. Für die Menschen von der Reeperbahn ist sie eine Respektsperson mit großem Herzen am richtigen Fleck.

Die Davidwache, fälschlich auch als Davidswache (mit Fugen-s) bezeichnet, ist das Gebäude des Hamburger Polizeikommissariats 15 und ist besonders durch Film und Fernsehen zum bekanntesten Polizeirevier der Hansestadt und auch weit darüber hinaus geworden. Das Reviergebiet ist mit nur 0,92 km² und etwa 14.000 Einwohnern das kleinste Europas. Das Gebäude wurde von Fritz Schumacher geplant und 1914 fertiggestellt, der Bildhauer Richard Kuöhl gestaltete die Schmuckkeramik. Der denkmalgeschützte Altbau wurde 2004/2005 rückseitig um einen modernen Anbau erweitert, in dem die Räume der Kriminalpolizei untergebracht sind.

Am 9. Oktober 1970 erhielt die im Volksmund schon seit weit über 100 Jahren so genannte Davidwache vom damaligen Innensenator Heinz Ruhnau das Recht, sich fortan auch ganz offiziell so zu nennen.

Nach mehreren umfassenden Renovierungen, die letzten größeren in den Jahren 1968 und 1990/1991, wurde im Rahmen einer Neustrukturierung der Hamburger Polizei 2003 mehr Platz benötigt. Die örtlich zuständige Kriminalpolizeidienststelle sollte mit den Kräften der Schutzpolizei zu einem Polizeikommissariat im selben Gebäude zusammengelegt werden.

Nach etwa 15-monatiger Bauzeit wurde am 4. April 2005 der Anbau offiziell übergeben und die Schaffung des Polizeikommissariats 15 verkündet. Im Anbau ist nun die Kriminalpolizei untergebracht, während im alten Gebäudeteil die Schutzpolizei und die Kommissariatsleitung einquartiert sind.

1964 kam Jürgen Rolands Film Polizeirevier Davidswache in die Kinos, 1971 folgte Wolfgang Staudtes Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache.

Für die im Ersten Programm ausgestrahlte Vorabendserie Großstadtrevier dient die Wache als eines von mehreren Vorbildern. Die Filmaufnahmen werden jedoch in Hamburg-Bahrenfeld gedreht.

St. Paulis Anwohner und Gewerbetreibende pflegen mit ihrer Polizei eine wunderbare nachbarschaftliche Beziehung. Argwöhnisch guckt man als Anwohner eigentlich immer nur auf Einsatzkräfte von „außerhalb“, die eben St. Pauli nicht kennen. Mit seinen „BüNaBes“ (bürgernahen Beamten) hat man hier eine gute Beziehung – mit viel Respekt und Toleranz. Doch bei all der Leichtigkeit und Ausgelassenheit St. Paulis gibt es auch Regeln. Wie z.B. die, die sich auch auf der sogenannten „Willkommenstüte“ finden lassen.

 

 

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