400 Jahre Reeperbahn

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400 Jahre Reeperbahn - Feierlichkeiten

400 Jahre Reeperbahn Feierlichkeiten

Die Reeperbahn feiert 400 Jahre. Der Ursprung liegt im Jahre 1626 noch während des 30 jährigen Kriegs. Die so genannten Reeperschläger zogen auf der Hamburger Berg und flochten dort Taue für die Schifffahrt. Dabei wurden einzelne Hanfseile gegenläufig über eine lange Gerade gegeneinander geflochten und mit einem stinkenden Teergemisch verklebt.
Parallel zu Reeperbahn verläuft  heute die Seilerstrasse, wo dann Seile geflochten wurden.

Die offizielle Website mit allen Infos zu den 400 Jahr Feierlichkeiten und Veranstaltungskalender findet ihr hier

Wie die Reeperbahn zu ihrem Namen kam

Der Name „Reeperbahn“ erinnert an einen Beruf, der heute fast vergessen ist: die Reepschläger. Sie stellten Taue für die Schifffahrt her – ein unverzichtbares Handwerk im Hamburg der frühen Neuzeit. Dafür benötigten sie lange, gerade Arbeitsbahnen von mindestens 800 Metern, auf denen die Seile gedreht und gespannt wurden.

Als Hamburg zu Beginn des 17. Jahrhunderts seine Wallanlagen ausbaute, wurde der Platz innerhalb der Stadt immer knapper. Flächen wurden für Befestigungen und Wohnbebauung gebraucht, und so gerieten die Reepschläger unter Druck. Sie mussten ihre Werkstätten verlegen.

Wie genau dieser Umzug ablief, lässt sich nicht auf einen einzelnen Tag festlegen. Akten aus späteren Rechtsstreitigkeiten zeigen vielmehr, dass es sich um einen längeren Prozess handelte. Spätestens zwischen 1624 und 1626 wurde die Verlagerung vollzogen – möglicherweise hatte sie sogar schon früher begonnen. Sicher ist nur: Nach 1626 arbeiteten die Reepschläger nicht mehr innerhalb der Stadt.

Ihr neues Arbeitsgebiet lag außerhalb der Hamburger Stadttore, dort, wo heute St. Pauli liegt. Zu dieser Zeit war das Gelände kaum bebaut und bot den nötigen Raum für die langen Seilbahnen. Die Reeperschläger waren wie damals üblich im Zunftwesen organisiert. Eine Art kostenpflichtige Lobbyorganisation, die für deren Rechte eintrat. Die Ausbildung dauerte ein paar Jahre und die Lehrlinge feierten ihre Ausbildung sehr wild. Das so genannte Schewelike -Fest bezeugte das Ende der Ausbildung. Teil der Inszenierung war ein Paddel mit dem wahllos Leute auf den Hintern gehauen wurden.  Auch gab es bereits eine Art Rente, die in so genannten Rentenbüchern festgehalten wurden.

Die heutige Reeperbahn war genau genommen keine. Denn sie war kartografisch der Zufahrtsweg zu den Reeperbahn-Anlagen.


Ein Viertel am Rand – und an der Grenze des Erlaubten

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich die Gegend zu einem eigenwilligen Vorstadtgebiet. Neben den Werkstätten der Reepschläger entstanden einfache Schankwirtschaften, Bordelle und kleinere Gewerbebetriebe. Vieles war provisorisch gebaut, manches duldete die Stadt nur widerwillig. St. Pauli bewegte sich früh an der Grenze zwischen Ordnung und Kontrollverlust.

Gleichzeitig war das Viertel geprägt von einer ungewöhnlichen religiösen Vielfalt. Katholiken, Mennoniten, Juden und die Herrnhuter Brüdergemeine fanden hier, teils in unmittelbarer Nähe zueinander, ihre Versammlungsorte. Für das damalige Hamburg war diese Konstellation alles andere als selbstverständlich.


Gewalt, Vermessung und ein historischer Zufall

Eine der erstaunlichsten Überlieferungen aus dieser Zeit geht auf eine Prügelei im Jahr 1734 zurück. Der Vorfall führte dazu, dass das Gebiet erstmals amtlich vermessen wurde. Ausgerechnet ein handfester Streit wurde so zum Anlass für die erste bekannte Karte von St. Pauli – ein glücklicher Zufall für die heutige Geschichtsforschung.

Doch das Viertel war immer wieder auch Ziel äußerer Gewalt. In mehreren Kriegen wurde die Gegend verwüstet, unter anderem durch schwedische Truppen, die ganze Straßenzüge zerstörten. St. Pauli blieb lange ein verletzlicher Ort am Rand der Stadt – und genau das prägte seinen Charakter.

Das offizielle Programm „400 Jahre Reeperbahn“

Reliquien der Reeperabhn - das Beatles RadionDie Feiern zu 400 Jahre Reeperbahn starten im nächsten Jahr. Schon jetzt wird eifrig geplant. So wird es eine „Reliquien der Reeperbahn-Tour“ geben, die das Museum ohne Mauern besucht. Historikerin Eva Decker und Museumsdirektor des Erotic Art Museums Ekkehart Opitz haben alte Fundstücke aus Sammlungen im Stadtteil verteilt, die man dann im Rahmen der Toren besuchen kann. Das Museum für Hamburgische Geschichte bietet dazu auch eine Tour an, welche die Neustadt und die Wallanlagen im Fokus hat.
Mehr dazu findet ihr hier im Beitrag der NDR-Nordtour

Weitere historische Touren werden sich mit dem Schwulen Leben auf St. Pauli, die Rolle der Transsexuellen etc. befassen.

Natürlich wird auch die wechselhafte Geschichte der Reeperbahn bei dem 400 Jahre Reeperbahn Festival eine Rolle spielen.

Theaterstück über das legendäre Salambo

So wird es ein Theaterstück rund um die Livbesexbühne „Salambo“ geben. Die Premiere wird im Frühjahr 2026 im Lichthof-Theater sein.

Im  Rahmen der Feierlichkeiten wird auch der Film „Schmuck der Strasse“ gezeigt, in der die Filmemacherin Toti Baches Transfrauen filmisch begleitet hat.

Die offizielle Website mit allen Infos zu den 400 Jahr Feierlichkeiten findet ihr hier

Hier die offiziellen historischen Veranstaltungen zu 400 Jahre Reeperbahn

Kirchen, Grenzen und Tumult. St. Pauli im 17. und 18. Jahrhundert.

3 Stunden
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Vor 400 Jahren schlugen die Reepschläger ihre Hütten im heutigen St. Pauli auf: Die Veranstaltung (Vortrag und Tour) wirft ein Schlaglicht auf diese Zeit.

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Tribut to Fiete Frahm

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Lesung aus dem Buch "Fiete Frahm" von seiner Tochter Christine Frahm mit anschließender Begehung von Orten an denen Bilder von Fiete Frahm auf St. Pauli zu sehen snd.

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Hier die offiziellen Touren zu 400 Jahre Reeperbahn

St. Pauli Unvergessen - Reliquien der Reeperbahn Tour

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Besuchen Sie mit den Machern des "Museums ohne Mauern" seltene Fundstücke aus der Geschichte der Reeperbahn, verteilt im Stadtteil. Sankt Pauli zum Anfassen.

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Ein historischer Rundgang zum Thema Transgender-Geschichte in St. Pauli.

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