Droht dem Schlagermove das Aus?

Wer die rauhe Seeluft nicht mag, sollte nicht ans Meer ziehen. Wem es im Süden zu warm ist, sollte lieber in den Norden ziehen. Wer keine Kinder mag, sollte nicht der Nähe von Schulen sein Quartier beziehen. Wer mit Vergnüglichkeit nicht umgehen kann, sollte nicht in ein Vergnügungsviertel ziehen. So wird seit ein paar Wochen schon um den Schlagermove diskutiert. Die einen lieben, ihn die anderen hassen ihn oder möchten ihn zumindest aus dem Stadtteil St. Pauli weghaben.

Eine Zeitungsente brachte die Diskussion ins Rollen

Als vor knapp zwei Wochen die Zeitungsente in die Welt gebracht wurde, der Schlagermove solle von St. Pauli nach Wandsbek umziehen, gab die Interessensgemeinschaft St. Pauli eine Pressemeldung heraus, dass die Veranstaltung auf Pauli bleiben solle. Aber was war eigentlich genau passiert?

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, zuständig für Hamburg Mitte gab dem Abendblatt ein Video-Interview, in dem er sagte, dass die Veranstaltungsdichte in Hamburg-Mitte zeitlich entzerrt werden müsste und er sich vorstellen könne, dass Großveranstaltungen auch in anderen Stadtteilen stattfinden könnten. Die IG Wandsbek unterstütze diesen Vorstoß und konnte sich auch ein Event vorstellen – Wohl aber eher ein Sportevent. Also war eigentlich nichts dran an der Verlegung des Schlagermoves.

Mit der eindeutigen Positionierung der IG St. Pauli, dass der Schlagermove auf St Pauli bleiben soll, brachen alle Dämme. Während in den vorherigen Jahren eher die Gegner der erfolgreichen Großveranstaltung zu hören waren, meldeten sich nun in sozialen Netzwerken viele Befürworter zu Wort.
Nach über 20 Jahren ist der Schlagermove wohl doch beliebter als es scheint.

Auch die Politik sprang nun auf den Schlagerzug auf, so unterstützen die GRÜNEN eine Verlegung des Schlagermoves auch, wenn das gar nicht zur Disposition steht und verstehen sich als Seismograph der Anwohnerschaft. Mit so vielen Befürwortern haben sie aber wohl nicht gerechnet. Allen voran tritt Michael Osterburg, der GRÜNEN-Fraktionschef im Bezirk Mitte. Schon im Jahr 2018 wollte dieser den Schlagermove verbieten, denn an dem Wochenende waren noch 2 weitere Großveranstaltungen für den Bezirk Mitte angemeldet: Das WM-Fanfest sowie der Triathlon. Trotz allen Bedenken wurde es ein reibungsloses Vergnügungswochenende. Was SPD und Grüne im Bezirk Mitte am meisten am Schlagermove stört: zu viele Wildpinkler und zu viel Müll.

Als bekannt gegeben wurde, dass sich am Dienstag, den 22.01.2019 der City-Ausschuss über die Zukunft derVeranstaltung beraten wird, gab es eine vom IG St. Pauli und Hafenmeile veranstaltete Kundgebung am Hans-Albers-Platz unter dem Motto „Er gehört zu mir… – sagt St. Pauli zum Schlagermove.“

Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

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